10 Eigenschaften, die Du brauchst, um den besten Mitarbeiter zu finden

by Oliver W Schwarzmann

10 Eigenschaften, die Du brauchst, um den besten Mitarbeiter zu finden

Corona wird zwar Personal freisetzen, aber der Kampf um die Talente geht dennoch ungebrochen weiter. Man will die Besten, man braucht die Besten. Viele Unternehmen setzen dabei auf Karriereaussichten, Einkommensperspektiven, dem Versprechen auf persönliche Entwicklungsmöglichkeiten, der Garantie vom guten Betriebsklima, dazu gibt es Incentives, nicht zuletzt will man mit Auszeichnungen von irgendwelchen Instituten und Bewertungs-Portalen punkten.

Doch in meinen Gesprächen mit jungen Talenten zeigt sich, dass die herkömmlichen Offerten und Verheißungen gar nicht so viel Eindruck machen, wie manch ein/eine Personalleiter/-in glaubt. Bereits standardisierte Bewerbungsportale stoßen so manchen ab.

Was Du brauchst, um Menschen anzuziehen, sind diese 10 Eigenschaften:

1. Glaubwürdigkeit

Steht tatsächlich an erster Stelle. Weil: Viele trauen den schicken Aussagen von Unternehmen nicht wirklich. Im Gegenteil: Je häufiger Superlative im Recruiting verwendet werden, desto mehr verliert das Unternehmen an Authentizität. Und die ist die Voraussetzung für jede Art von Beziehung.

2. Vision

Und zwar eine ernst gemeinte. Nicht nur eine, die auf dem Papier steht. So werden allerdings viele Unternehmensvisionen bewertet – als Lippenbekenntnisse. Als Marketing. Als Kulisse. Die Realität sieht im Laden dann oft auch anders aus. Es geht letztlich doch schlicht um Profit. Nicht darum, die Welt tatsächlich besser zu machen. Obwohl’s in der glänzenden Firmenbroschüre ganz vorne steht. Menschen werden Dir nur folgen, wenn Du eine Richtung hast.

3. Sinn

Eine Berufsentscheidung ist nach wie vor eine Sinn-Entscheidung. Mit und nach Corona vielleicht sogar noch mehr. Viele Menschen wollen sich engagieren, etwas bewegen, die Welt besser machen und ihr Leben nicht nur ausfüllen, sondern erfüllen. Sie suchen nach Sinn, nach innerer Zufriedenheit – nicht nach linearer Karriere. Da musst Du Dich fragen, was Du tatsächlich mit Deinem Unternehmen beabsichtigst. Sprich: im Sinn hast.

4. Emotion

Im Leben gibt es 2 wesentliche Beziehungskräfte: 1. Liebe und 2. Sympathie. Erst danach kommen Vorteile, Privilegien und das Streben nach Sicherheit. Die „Liebe“ wollen wir im unternehmerischen Kontext nicht überstrapazieren. Es geht in der Wirtschaft hauptsächlich um Sympathie – bei Mitarbeitern und jenen, die es werden sollen sowie bei Kunden und Partnern ebenso. Um Sympathien zu wecken, muss man echte Gefühle zeigen. Menschlich sein. Zwar werden in Marketing und Werbung seit jeher Emotionen beschworen, doch viel zu plakativ. Wirkt also aufgesetzt. Nein, Talente haben ein extrem gutes Gespür für Zwischentöne und Gesten.     

5. Persönlichkeit

Was früher Größe, dann Prestige, anschließend Image und Marke waren, ist heute Haltung. Nicht nur die Chefs müssen Charakter haben, sondern auch das Unternehmen selbst muss eine Persönlichkeit besitzen. Niemand will in einem Konzern nur eine Nummer sein – außer jenen, die sich dort verstecken möchten. Aber die willst Du als Unternehmen ja nicht haben. Nein, Marken-Branding ist Persönlichkeitsbildung. Frage Dich: Welche menschlichen Eigenschaften hat mein Unternehmen?

6. Keine Work-Life-Balance

Das Modewort im Recruiting schlechthin. Und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist auch wichtig und mit flexiblen Arbeitszeitmodellen auch umsetzbar. Doch die Trennung von Arbeitszeit und Freizeit ist überholt. Der Beruf soll Berufung und Erfüllung sein, es geht darum, eine Mission zu erfüllen, eine Aufgabe zu erledigen, ein Problem zu lösen. Wer da in Arbeitszeiten denkt, ist fehl am Platz. Keine Missverständnisse: Es geht nicht um Sklaven- und Ausbeutertum, sondern um Punkt 7. 

7. Engagement statt Arbeit fördern

Arbeit ist negativ besetzt. Engagement nicht. Und darum geht es. Was wir brauchen, sind engagierte Leute, die aus Initiative und Eigenmotivation handeln. Und nicht Menschen, die nur ein Job machen wollen. Dieser Unterschied muss im Unternehmen gelebt werden. Dann werden Menschen, die diese Haltung verstehen und mittragen, sich dort auch einfinden. Von ganz allein.

8. Social-Media-Kompetenz

Wer im Netz keine Reputation und Relevanz besitzt, wird sich vor allem bei jüngeren Zielgruppen extrem schwertun. Das gilt beim Recruiting ebenso wie beim Vertrieb. Das Netz entscheidet zunehmend, ob Du Autorität hast oder nicht. Die meisten Unternehmens-Accounts sind allerdings Accounts aus Notwendigkeit, tja, und das sieht man. Viele nutzen ihre Accounts auch nur, um ihre Erfolgsstorys und Angebote loszuwerden. Katastrophen-Accounts. Denn es gilt: Interesse weckt, wer Interesse hat. 

9. Nicht auf der Suche sein

Wer attraktiv ist, der sucht nicht, sondern zieht an. Das gilt im Privatleben wie im Beruf. Top-Unternehmen können sich vor Bewerbern nicht retten, während andere Firmen tausende Anzeigen schalten und auf Job-Messen um die Gunst der Talente buhlen müssen. Recruiting fängt also bei der Frage an, was Dich als Unternehmen attraktiv macht. Nicht aus Deiner Sicht, sondern aus der Perspektive des möglichen Bewerbers. Es geht um Deine Ausstrahlung. 

10. Die richtigen Worte

Klingt wie Eigenwerbung, ich weiß. Muss aber sein. Denn: Worte wirken. Worte sind das zentralste Element des Menschseins. Worte haben unsere Zivilisation begründet. Worte sind die Abdrücke, die wir in der Welt und in anderen Menschen hinterlassen. Es geht also stets um die Botschaft. Die muss stimmen – und die Art und Weise, wie man sie sagt.

So, der Dichter hat geschrieben. Nehmt es Euch zu Herzen. Und ruft mich an, wenn Ihr was braucht.
Euer Ollie W. Schwarzmann, Dichter für die gute(n) Sache(n)

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