8 Möglichkeiten, wie Sie das Beste aus der Krise machen

Corona hat uns fest im Griff. Trotz Lockerungen. Die Angst vor Ansteckung, einer 2. Welle, vor Pleiten & einer drohenden Armut sitzt tief. Die Zukunft erscheint ungewisser denn je. Trotzdem dürfen wir nicht verzagen, im Gegenteil: Neuer Mut ist gefordert. Vielleicht helfen Ihnen meine Ideen weiter.

1. Akzeptieren Sie Ihre Ängste

Ängste sind per se nichts Schlechtes, sie sind unser Warnsystem, lassen uns vorsichtig und behutsam agieren. Ängste sind nicht dazu da, uns zu lähmen. Im Gegenteil: Ängste mobilisieren unsere Kräfte, entfalten unsere Stärken, indem sie uns für die Krisensituation sensibilisieren und uns antreiben, Auswege aus der Bedrohung zu finden. Probleme und Lösungen gibt es nicht getrennt voneinander – sie sind wie Berg und Tal. Das eine kann ohne das andere nicht existieren. Wir haben nur zu lange auf dem Berg gelebt, nun gilt es, einen Weg aus dem Tal zu finden.

2. Wertschätzung entwickeln – für die kleinen Dinge

Die Krise relativiert die Welt – alles, was uns vor Kurzem noch wichtig erschien, ist nun in Frage gestellt. Die Bedrohung zeigt: Nichts ist selbstverständlich und sicher. Dessen müssen wir uns bewusst werden – im positiven Sinne. Das Leben hat seinen eigenen Wert. Wir dürfen unser Glück nicht von Erwartungen, Ansprüchen und Interessen abhängig machen. Lernen wir, uns wieder an den kleinen Dingen zu erfreuen, Glück zu empfinden ohne Grund. Wer nichts für selbstverständlich hält, schätzt alles. Das ist ein unglaubliches Gefühl. Probieren Sie es aus.

3. Führung absolut entscheidend = mutig vorangehen

In ungewissen Zeiten braucht es eine starke, mutige und sichere Führung. In der Unsicherheit benötigen wir jemanden, der uns Orientierung gibt. Führung funktioniert jedoch nur durch Vertrauen – Vertrauen in sich sich selbst = Souveränität und Vertrauen von anderen = Autorität. Ihre Mannschaft will Ihnen folgen, und das tut sie, wenn Sie eine Richtung haben, an die Sie selbst fest glauben. Darauf wird es ankommen.

4. Zukunftsperspektiven aufzeigen

Ungewissheit ist das Schlimmste für Menschen. Sie lähmt. Durchbrechen Sie das – mit einem einfachen Instrument: Betrachten Sie die Welt rückwärts aus einer positiven Zukunft. Stellen Sie sich vor, Sie haben die Krise erfolgreich bewältigt. Nun fragen Sie sich: Wie habe ich die Krise gemeistert? Welche neuen Ideen habe ich entwickelt? Was habe ich verändert? Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Sie werden erstaunt sein, wie viel Positives und Konstruktives Ihnen einfällt. Nehmen Sie diese Impulse und verwandeln Sie sie in Perspektiven.

5. Anpassen durch Neues schaffen

Veränderungen entstehen nun mal durch Druck, das zeigt die Evolution seit Jahrmillionen. Der Mensch ist hierfür das beste Beispiel: Durch unsere Anpassungsfähigkeit sind wir eine der erfolgreichsten Spezies auf dem Planeten geworden. Auch die jetzige Krise erfordert Anpassung. Anpassung bedeutet aber nicht, die Gegebenheiten hinzunehmen und auf bessere Zeiten zu warten. Anpassung heißt, auf die Situation zu reagieren, indem man neue Fähigkeiten entwickelt. Fragen Sie sich: Welche Fähigkeiten brauche ich, um die Krise zu bewältigen? Sobald sie diese (neuen) Eigenschaften auf ein Papier geschrieben haben, beginnt Ihr Gehirn bereits an deren Umsetzung zu arbeiten. Nutzen Sie das.

6. Vertrauens-Kommunikation = weg vom Herkömmlichen

Die Krise macht deutlich: Wir alle sind Menschen, wir sind verletzlich und haben Angst. Jetzt geht es um eine zwischenmenschliche Kommunikation. Verständnis, Empathie und Zuversicht sind angesagt, ehrlich, persönlich, glaubwürdig. Die Kommunikation muss also weg von herkömmlichen Unternehmensinhalten, Erfolgsstorys, Image-PR, Verkaufsargumenten und Vorteilsaufzählungen – hin zu einer Vertrauens-Kommunikation mit klaren und emotionalen Botschaften. Es zählt jedes Wort.

7. Marke = Haltung

In einer sensiblen Zeit wie der jetzigen schauen Mitarbeiter, Kunden, Gäste und Besucher genau hin, was Sie kommunizieren – und wie Sie sich verhalten. Persönlich und als Unternehmen. Falscher Umgang mit der Krise, mit den Ängsten und Nöten, sprich: moralisches Fehlverhalten wird heute sogleich in den sozialen Medien bestraft und geächtet. Der Imageschaden ist desaströs. Und: Der negative Eindruck bleibt – über die Krise hinaus. Überdenken Sie Ihre Leitprinzipien und Ihren moralischen Kompass.

8. Niemals aufgeben

Ich weiß, das klingt wie ein Satz aus einem Motivations-Kalender. Aber er stimmt. Die Krise geht irgendwann zu Ende, wir werden die Pandemie überwinden. Als mein Sohn zur Welt kam, bin ich kurz darauf an Hautkrebs erkrankt. Genau in jenem meiner glücklichsten Momente im Leben schien es, als hätte ich keine Zukunft mehr. Doch ich habe gekämpft – nicht gegen die Krankheit, sondern für meine Zukunft. Die Fokussierung auf das Mögliche, das Positive und die entdeckte Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber allem, auch dem Kleinsten, haben mir geholfen.

Ihr Oliver W. Schwarzmann, Wirtschaftsdichter

Bild: Kristopher Roller, www.unsplash.com

 

 

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