Die 10 nervigsten Marketingfehler

1. Von sich selbst reden

Die ganzen „Wir-machen-, tun-, können-, lieben-blablabla-Botschaften“ sind so was von nervig. Unkreativ. Selbstverliebt. Angeberisch. Und schon der Volksmund weiß: „Der Esel nennt sich immer zuerst“. Das ist doch deutlich. Nur eine Rock’n-Roll-Ikone wie Little Richard durfte sagen: „Ich bin nicht eingebildet, ich bin überzeugt.“ Abgesehen davon, Hand mal aufs Herz: Wie oft lädst Du Bekannte ein, die nur von sich erzählen?

2. Betonen, dass der Kunde im Mittelpunkt steht

Wie bitte? Aber hallo! Wenn man DAS betonen muss, hat man eigentlich schon verloren. Heute bekam ich wieder eine Hochglanz-Broschüre auf den Tisch. Erster Satz: Wir sind für unsere Kunden da! Oh, mein Gott – für wen denn sonst? Ihr müsst das nicht schreiben. Denn ich kann jeden Kundenmittelpunktbetoner beruhigen: Der Kunde geht davon aus.

3. Mehrwert-, Qualitäts- & Service-Gesülze

Ist ja bestimmt ehrlich gemeint. Und garantiert auch so. Aber das erzählen eben alle. Permanent. Entweder glaubt’s keiner mehr oder es geht unter. Deshalb: Neue Platte auflegen. Eine ORIGINELLE.

4. Slogans nicht in der Muttersprache

Nur weil Englisch schick & international daherkommt, heißt es nicht, dass es im Kopf des jeweiligen Kunden Eindruck macht. Mittlerweile weiß man, dass nur die Muttersprache die stärksten Empfindungen & Assoziationen im Hirn auslösen. Also: Slogans für jedes Land. Das müssen einem die Menschen im jeweiligen Markt schon wert sein.

5. Kopieren

In der Kommunikations-, Werbe- & Marketingwelt klingt vieles ähnlich, oft sogar gleich. Klar, man schielt auf die anderen, schaut, was man sich abgucken kann. Herdentrieb eben. Menschlich. Verständlich. Aber nicht wirklich erfolgreich. Und absolut einfallslos.    

6. Nicht interagieren

Ob unbeantwortete Mails oder fehlende Reaktionen auf Social-Media-Kommentare – leider immer noch an der Tagesordnung. Massenhaft. Ist einfach nur unhöflich. Und gaaaaaaaaanz schlecht. Denn: INTERESSE ERZEUGT, WER INTERESSE ZEIGT.

7. Floskeln benutzen

Kommt immer noch häufig vor – in der Korrespondenz, im Marketing, beim Recruiting und so weiter. Beispiel? „Aufgrund unseres derzeit hohen Anfrageaufkommens kann die Beantwortung Ihrer Frage einige Tage Zeit in Anspruch nehmen.“ Wie bitte? Falsch organisiert, oder? Zeigt einfach, dass man kein Interesse hat. Ist zudem unpersönlich. Unprofessionell. Und unehrlich.

8. Immer auf den Preis

Klar, der Preis entscheidet – wenn man keine anderen Argumente hat. Und: Etwas besitzt einen Wert oder nicht. Punkt. Ständig an der Preisschraube zu drehen, macht unglaubwürdig. Erzieht den Kunden zu jenem Schnäppchenjäger, über den sich alle beschweren. Das gilt übrigens auch für nervige Best-Preis-Garantien, die ständig auf der Homepage aufpoppen.

9. Künstliches Marken-Getue

Marken sollen eine bestimmte Unternehmenseigenschaft oder -fähigkeit mit einem Image verbinden. Meist als Ideal stilisiert. Mit jeder Menge Superlativen. Doch unpersönliche Super-Duper-Marken haben ohnehin keine Chance mehr. Schon gar nicht mit und nach Corona – es gilt, Marken menschlich zu machen, heißt: MARKE = HALTUNG.

10. Nicht tun, was man sagt

Ein uralter Hut. Und doch aktuell. Denn das kommt ständig vor. Versprechungen, Verheißungen, in Aussicht stellen – und dann Schweigen im Walde. Ehrlichkeit muss man ernst nehmen & leben. Nicht behaupten.   

Das war’s mal.
Hätte nicht gedacht, dass ich im 21. Jahrhundert darüber noch schreibe.

Nun, DU WILLST WIRKLICH ANDERS SEIN?
Originell? Einzigartig?
„Out oft the box“ denken, wie man heute so schön sagt?
Dann suche Dir einen Künstler und tausche Dich mit ihm aus.
Das wird Dein Marketing bereichern.

Euer OWS
Dichter für die gute(n) Sache(n)

 

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