by Oliver W Schwarzmann

Aus frischer Feder

Das wahre Geheimnis von Zaubersprüchen – und wie
Du es für Dich nutzen kannst

 

Worte verändern die Realität

Worte wirken, das ist jedem bekannt. Auch die Wissenschaft weiß um ihre Bedeutung – Worte lösen Gedanken und Gefühle aus, die wiederum unsere Entscheidungen beeinflussen und unser Handeln steuern. Worte sind der Baustein unserer Kommunikation und die Kommunikation der Baustein jeglicher Zivilisation.

Egal, ob Religion oder Staat, egal, ob Unternehmen oder Privatperson – aller berufen sich auf das Wort. Das hat einen Grund.

Worte sind keine Ansammlung von Buchstaben. Nein, Worte sind ein Code. Bestimmte Worte.

In Worten steckt viel mehr, als wir denken. Worte aktivieren in unserem Kopf immense Ansammlungen von Bildern, Vorstellungen und Emotionen. Unser Hirn kann ohne Framing nicht arbeiten – es nutzt und braucht Deutungsmuster. Und die werden durch Worte transportiert und ausgelöst.

Zaubersprüche – die verblüffende Entdeckung

Seit über 2 Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Zaubersprüchen. Und habe dabei Enormes entdeckt – ich forschte in uralten Chroniken und Überlieferungen, die mir Erstaunliches offenbarten.

Ich weiß, Zaubersprüche kennt man nur aus Märchen und Legenden. So dachte ich auch. Doch die Literatur-, Sprach- und Geschichtsforschung hat schon lange belegt, dass sich alle diese fantastischen Geschichten auf einen wahren Kern stützen. Der verbirgt sich hinter den Worten.

Mir wurde bei meinen Recherchen schnell klar, wie real und präsent diese Sprüche und Botschaften einst waren. Und dass sie tatsächlich Wirkung zeigten. Und zeigen. Sie mögen auf den ersten Blick nicht in unsere moderne Welt passen – aber das stimmt ganz und gar nicht. Im Gegenteil.

Unsere Zeit ist trotz zunehmender Techniken total von Worten und Kommunikation geprägt. Botschaften sind wieder mächtig – wie einst im Mittelalter. Der Grund: Wir haben keinen Kopf mehr für Inhalte – lassen uns aber von Schlagworten, Mottos und Devisen leiten. Im Mittelalter war es der Überlebenskampf, heute die Komplexität, die uns extrem beschäftigen und uns so für schnell erfassbare und hochemotionale Signalsätze extrem empfänglich machen. Obwohl es uns vielleicht nicht bewusst ist.

Ein Beispiel: Gutes wünschen – eigentlich eine effektive Formel

Wir sind nach wie vor von Sprüchen umgeben – sie sollen uns anleiten, beeinflussen, motivieren, verführen. Meist tun wir sie ab, halten sie für bloße Sprichwörter oder Redewendungen, die man einfach kennt. Obwohl sie es in jeder Sprache gibt, halten wir sie bestenfalls für ein Kulturgut.  

Ein Beispiel: Gute Wünsche sind heute leider nichts weiter als Höflichkeits-Floskeln. Doch in anderen Völkern und selbst in unserer eigenen Vergangenheit handelt es sich dabei um einen echten „guten Spruch“, der den anderen tatsächlich fördern und schützen soll. Also konkrete Glückssprüche, die an eine ernst gemeinte altruistische Hoffnung gekoppelt sind. Und man fühlt sich auch selbst gut dabei. Es ist der gleiche Effekt wie beim Schenken. Wünsche (wie Geschenke) wirken stets in zwei Richtungen. Wer das so anwendet, wird schnell spüren, welche Kraft ein guter Spruch für andere und für uns selbst besitzt.

Zaubersprüche sind also mehr als Kultur, Hoffnung und Glauben, sie beeinflussen konkret unser Leben.

Frage: Warum ist der eine erfolgreich, der andere nicht?

Wir nehmen an, dass Talent, Fleiß und auch Herkunft über Erfolg entscheiden. Da ist was dran, klar. Aber es gibt noch eine andere Wahrheit: Als Banker hatte ich einen Kunden, der Geld im Schlaf machte. Einfach so. Ihr kennt das – es gibt Menschen, denen alles in den Schoß fällt. Was sie anfassen, wird zu Gold. Woher kommt das? Glück? Zufall? Nein, es ist weder das eine noch das andere.

Mein superreicher Kunde hatte ein Erfolgsgeheimnis. Er besaß ein kleines Büchlein. Darin standen Zaubersprüche = Erfolgssprüche, die er mehrmals am Tag laut vorlas. Und er zeigte sie mir – was mich echt überraschte. Er sagte: „Das ist kein Problem. Für jeden gilt ein anderer Spruch.“

Das, viele andere Begebenheiten und meine Entdeckungen machen mich sicher:

Es gibt für jeden Menschen und jedes Unternehmen für jede Situation, für jede Aufgabe und für jedes Ziel einen Zauberspruch = Erfolgsspruch.

 Zaubersprüche = Erfolgssprüche

Ich weiß, wie das alles klingt. Fantastisch. Unglaubhaft. Abwegig. Märchenhaft. Eso-mäßig. Das verstehe ich. Total.

Aber Worte konditionieren nun mal unser Gehirn. Verändern unsere Gedanken. Worte lassen uns die Welt erleben und verstehen. Deshalb lässt sich mit Worten alles erreichen. Die großen Rhetoriker der Antike wussten das bereits.

Mit Worten beschreiben wir die Welt nicht nur. Mit Worten erschaffen wir sie.

Zaubersprüche = Erfolgssprüche sind allerdings mehr als Formulierungskunst, die uns etwas suggeriert und uns verführt. Zaubersprüche = Erfolgssprüche sind auch mehr als Glaubenssätze und Überzeugungen, denen unser Verhalten passiv folgt. Zaubersprüche = Erfolgssprüche sind aktive Impulse, die uns im Innern erreichen und etwas Bestimmtes auslösen. Sie dringen weiter vor als alles andere und öffnen unser persönliches Potenzial wie ein Code. Dazu gehören bestimmte Formulierungen wie auch Schlüsselworte, die uns ansprechen, berühren und beeinflussen.

Das richtige Wort hat die größte Macht über uns.

Und wir können damit Macht über uns selbst und über andere erreichen.

Wie kann ich meinen eigenen Erfolgsspruch finden?

Für jeden – auch für Unternehmen – gibt es einen oder mehrere Erfolgssprüche, eine oder mehrere Glücks-Formeln. Botschaften und Wörter, die inspirieren und ungeahnte Kräfte freisetzen – weil sie im Kopf ein Feuerwerk entzünden. Und dieses Feuerwerk macht alles möglich – weil es mehr ist als bloße Motivation.

Ein Erfolgsspruch lässt Deine eigene Bestimmung erkennen.

Auch Wünsche und Visionen können in einem Erfolgsspruch einen Ausdruck finden. Das Formulieren von Wünschen und Visionen löst bereits starke Kräfte in uns aus. Durch Aussprechen, Wiederholen oder Singen – allein oder gemeinsam – verleiht man dem Erfolgsspruch noch mehr Intensität. Rituale übrigens, die sich in allen Kulturkreisen finden.

Den einen Zauberspruch oder mehrere Erfolgssprüche für sich zu finden, hat mich ganz schön beschäftigt. Dabei fand ich Muster, die sich auf jeden und alles anwenden lassen. In Business und Alltag setze ich das ein – und ja, mein Leben hat sich verändert. Es ist erstaunlich, wohin solche Zauber-/Erfolgssprüche führen – sie bieten einem eine andere Realität an. Die ist oft anders als man sich das anfänglich vorstellt – aber sie führt einen zum eigentlichen Ziel. Und das verblüfft. Echt.

OWS

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Warum ein Roman? Teil 2

Am wunden Punkt

Ich hatte versprochen, Euch auf dem Laufenden zu halten.
Eigentlich wollte ich mein Wort brechen – was ein Dichter niemals macht.
Normalerweise.
Doch nichts ist normal, gar nichts. 
Man muss nur aus dem Fenster schauen, in den Fernseher oder aufs Smartphone – alle drehen
im Moment völlig durch.
Die Welt steht am Abgrund, Klima und Stimmung sind aufgeheizt, die Hitze des trockenen Sommers
brennt uns noch in den Kehlen und hat scheinbar unser Hirn versengt. 
Doch die Temperaturen tragen keine Schuld. 
Es ist eine andere Ursache am Werk. 

Wie es mir geht?
Gute Frage. 
Ich stehe an einem Punkt, an den ich nie kommen wollte, von dem ich nicht einmal wusste, dass es ihn überhaupt gibt.
Deshalb wollte ich auch mein Wort brechen, ausnahmsweise, und nichts mehr erwähnen, alles vergessen, hinter mir lassen, aus dem Gedächtnis streichen. Und Euch nicht mehr belästigen. 
Aber ich kann es nicht.   
Tag und Nacht denke ich an die Geschichte aus Afrika, weil ich sehe, wie sie sich nach und nach erfüllt, einer grausamen Prophezeiung gleich, unwirklich, unausweichlich, unaufhaltsam.
Also stehe ich nicht nur als Dichter zu meinem Wort – sondern berichte als Betroffener, trotz oder gerade wegen der beklemmenden Umstände. 
Wer nicht versteht, wovon ich gerade schreibe, den bitte ich, Teil 1 zu diesem  Bericht zu lesen: (https://oliverwschwarzmann.de/warum-ein-roman-teil-1/). Danke. 

Meistens arbeite ich nachts an dem Dokument; schreibe, lese … lese es wieder, immer wieder, kann es nicht glauben, werfe das Meiste weg. Jeder Satz kommt mir vor wie ein Gefasel im Fieberwahn, erscheint unglaublich, abstrus, völlig abwegig. Stoff für Zweifel. Und die fressen mich auf. Langsam, genüsslich, ohne, dass ich mich zur Wehr setzen kann. Ich habe es versucht, glaubt mir. Mehr als oft. Heute weiß ich: Wenn die Hand des Schicksals nach dir greift, kannst du nicht entkommen.
Du kannst nicht weglaufen, dich irgendwo verstecken oder wegstehlen, nein, du musst dich stellen, musst dem, was du nicht sehen willst, direkt ins Antlitz blicken.
Doch das gelingt mir nicht, wie es sollte. Verzeiht mir. 

Die Wahrheit rückt näher

Manchmal schaffe ich es, in der Normalität des Alltags unterzutauchen, in profanen Arbeiten einen Unterschlupf zu finden, vor meinen Gedanken erfolgreich zu flüchten. Für ein paar unbeschwerte Momente. Diese freien Augenblicke genieße ich, doch plötzlich, völlig unvermittelt ist es wieder da, dieses Gefühl, das mir in die Magengrube tritt.
Es lässt dann nicht mehr von mir ab.
Ich spüre, dass ich nicht davonkommen werde, wir alle nicht.
Aber was kann ich schon tun?
Die Wahrheit rückt näher, so viel ist sicher. 

Das Ganze in einen Roman zu packen, ist wohl die beste Idee.
Zu sagen, alles sei Fiktion, frei erfunden, ausgedacht im morbiden Schädel eines Schriftstellers, ja, das schützt.
Und jeder Legende liegt ein Körnchen Wahrheit zugrunde.
Wer daran glauben möchte, kann und wird dies tun. 
Das unheilvolle Vermächtnis wurde mir zwar anvertraut, aber ich bin nicht verantwortlich für die Ereignisse. Weder für die, die geschehen sind, noch für jene, die kommen werden. 

Natürlich bin ich nochmals nach Afrika gereist, habe an den Orten des Geschilderten gesucht,  Menschen gefragt, Dokumente gesichtet, im Staub der Geschichte gewühlt, recherchiert, überlegt
und spekuliert. Einiges bleibt im Dunkeln, weil es keine weiteren Belege gibt; einiges muss im Dunkeln bleiben, ganz gezielt. Doch trotz der Lücken und des bewusst Verborgenen habe ich mir das Ganze weder eingebildet noch zusammengereimt.
Das musste ich nicht.
Es wurde mit der Zeit immer offensichtlicher. 

Wie ein Schatten unter Wasser 

Gleich vorneweg: Den verschollenen Bruder habe ich nicht gefunden. Aber ich stand an Plätzen, an denen der Forscher einst nach dem Unfassbaren gegraben hatte.
Ich folgte seiner Suche und es war mir, als sei er gegenwärtig, als würde er mich beobachten und eines Tages dachte ich sogar, er würde im nächsten Moment hinter einem Felsen hervortreten. 
Vermutlich war das die Gluthitze. Und das viele Bier. Beides verträgt sich schlecht und ruft Schatten hervor, die nur im eigenen Kopf an die Oberfläche kommen. 
Immer wieder musste ich mich übergeben, fühlte mich schwach und verwirrt.
Einmal griff mich sogar eine Spinne an, schwarz, behaart, ein Mordsvieh, das unter einem Stein saß, den ich wegrollte. Groß, gierig und wie in einem billigen Horrorstreifen sprang sie mir direkt ins Gesicht, ans rechte Auge. Ich schrie, spuckte und fuchtelte herum, konnte das monströse Insekt erst nach einer Minute abschütteln. Das kam mir wie eine Ewigkeit vor.
Und wie ein schlechtes Omen.

Danach reiste ich auch quer durch Deutschland und an den Polarkreis. Ich lief den Hinweisen nach, gab Geld aus, das ich nicht hatte, und sitze jetzt auf einem verzweifelten Berg von unheimlichen Beweisen. 
Und auf einer Menge Schulden.
Vorgestern wollte ich die Papiere anzünden, alles verbrennen im Garten.
Doch die Erinnerung lässt sich nicht einäschern. 
So wenig wie die Schulden. 

Heute regnet es schon den ganzen Tag. 
Ich fühle mich, als säße ich unter Wasser. 
Die Ohren dröhnen und mein Mund ist leer. 
Es wird Zeit für einen Drink. 
Und einen Regenschirm. 
Auf bald.
Vielleicht. 

Euer Oliver W. Schwarzmann

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Warum ein Roman?, Teil 1

Wer will das lesen?

Seit über 5 Jahren arbeite ich immer wieder an einem Roman. Der große Traum eines jeden Schriftstellers. Wobei ich eigentlich ein Aphoristiker bin. Also ein Sprüche-Schreiber, der alles Kurze liebt. Ein Satz muss es bringen. Punkt. Das läuft. Fließt mir praktisch vom Hirn aufs Papier. Und die Unternehmen kaufen das. 
Ein Roman? Was soll das?
Eine gute Frage. 
Es ist nicht einmal die Aussicht auf Erfolg, die mich da immer wieder nachts an den Computer ruft oder mich auf Recherche-Fahrten gehen lässt. Es werden so viele Bücher publiziert – von Verlagen und überzeugten Selbstverlegern, ach Gott, da wartet doch niemand auf ein neues Machwerk. 

Natürlich kann man mit Büchern viel Geld verdienen – heißt es im Internet. Man braucht nur eine entsprechende Community. Eine Fan-Gemeinde. Was für eine Binsenweisheit.
Hat man Fans, kann man alles verkaufen.
Doch heute Fans zu kriegen, nun, das ist – gelinde gesagt – eine Herkules-Aufgabe.
Oder pures Glück. 
Aber hey – egal. Mich treibt eine Geschichte um.
Seit über 30 Jahren.
Und ich muss sie mir von der Seele schreiben.
So einfach ist das. Eine Selbst-Therapie sozusagen.
Dass das niemand lesen wird, nun, ok, damit muss und kann ich leben.
Es ist sowieso besser, wenn keiner Notiz davon nimmt. Oder mir keiner glaubt. 
Aber es muss raus.
Ansonsten ersticke ich daran. 
Und ich kann mir nicht vorwerfen, ich hätte es nicht versucht. 
Ihr kennt das. 

Vor 30 Jahren im afrikanischen Dschungel

Du willst wissen, was passiert ist?
Worum es sich bei dieser Geschichte handelt?
Also doch neugierig geworden. 
Nun gut, einiges kann ich ja verraten.
Mitte der 1980er Jahre bin ich mit frisch eroberter Partnerin ins westafrikanische Gambia geflogen. Es sollte ein einfacher Urlaub werden, wie aus einem bunten Prospekt – mit Sonne, Strand, Bars und Bikinis. Doch daraus wurde eine Reise, die ich nie mehr vergessen sollte. Und das nicht wegen der Bars oder Bikinis.
Oder doch wegen einer Bar – während eines Touristen-Ausflugs ins Landesinnere lernte ich  in einer heruntergekommenen Dorf-Spelunke einen Mann kennen. Ganz zufällig. Eine echt seltsame Figur – alt, völlig kaputt und verzweifelt. Dem Tode nahe. Er wollte, dass ich ihm ein Bier spendiere. Ein Trinker also. Aber wohl ein Arzt aus der Schweiz, wie er behauptete. Gut, ich gab nach. Und der Alte erzählte mir daraufhin eine haarsträubende Geschichte. 

Auf der Suche nach dem verschollenen Bruder

Der Alte teilte mir mit, dass er nach seinem Bruder suche – einem Urmenschenforscher, der nach einem rätselhaften Fund plötzlich verschwand. Spurlos. Und er selber sei nun hier gestrandet, einem letzten hoffnungsvollen Hinweis folgend, am Ende seiner Kräfte. Ich glaubte dem Schweizer kein Wort, wollte mich immer wieder losreißen, aber die ausgehungerte Gestalt hielt mich fest. Mit den Armen. Mit den Augen. Mit irgendwas. Also hörte ich mir alles an. Seine Erlebnisse. Sein Vermächtnis. Und eine Aufgabe, die er mir übertrug – ich sollte den Bruder ausfindig machen. 

„Was für ein Quatsch! Du wirst doch darauf nicht hereinfallen“, fauchte mich meine damalige Freundin an. „Der hat dich im Suff angelogen. Du ziehst ständig solche Typen an. Wahrscheinlich, weil du selber so einer bist, ein Verlierer. Worauf habe ich mich da nur eingelassen?“ Weiter ausführen muss ich das nicht. Wir trennten uns, was eine ganz eigene Geschichte ist, aber gut, bleiben wir bei dem Schweizer und seiner rätselhaften Erzählung, die er mir wie eine unheilvolle Saat in den Kopf gepflanzt hat. Und die ich nicht mehr loskriege. Dieser Kackvogel. Wäre ich doch nur niemals in diese Bar gegangen, um mir einen Drink zu holen. Das Schicksal griff einfach nach mir, ich konnte nichts machen. 

Wahrheit, Wunder und die Apokalypse

Ich hatte seinerzeit die ganze Sache zu vergessen versucht. Klar. Der Zoff mit der Freundin war Stress genug. Die machte mich platt. Ab und an recherchierte ich jedoch, fand nicht viel heraus. Also ließ ich es wieder, total frustriert, bekam aber nach und nach massive Alpträume. Der Alte erschien mir, wieder und wieder, ich kriege den Typen nicht los, bis heute nicht. So marschierte ich zu einem Psychiater, einem Freund, der mir das Ganze als Einbildung ausreden wollte. Aber ich stieß ständig auf Indizien, die belegten, dass die Geschichte, die mir der Alte erzählt hatte, tatsächlich wahr sein könnte.
Und ich muss sagen, Leute, das ist ganz und gar keine nette Nummer. Der Bruder, also der ominöse Urmenschenforscher, stieß wohl mit einem Kollegen auf einen seltsamen Schädel, irgendwo im Nirgendwo Äthiopiens. Dazu gibt es noch einen Arzt, einen Hirn-Spezialisten, der zur gleichen Zeit in Berlin einen mysteriösen Patienten zu behandeln hatte. Dessen Gehirn war von einer unbekannten und äußerst eigenartigen Krankheit befallen. Alles passiert in den 1980er Jahren. Und wie sich herausstellte, gehören die beiden Ereignisse tatsächlich zusammen. Aber alles wurde seinerzeit bereits unter den Tisch gekehrt. Im Nichts versenkt. Die Akteure sind auf rätselhafte Weise verschwunden, Unterlagen auch, Zeugen fanden sich keine. Eine Sackgasse. Zum Verrennen. So sah es zumindest zeitweise aus. 
Aber – tata! – mir fielen unter echt merkwürdigen Umständen Dokumente in die Hände, die Klartext sprechen. Und das Ganze ist alles andere als hoffnungsvoll.

Was mache ich nur mit diesem Wissen?
Ich kann es einzig und allein als Roman veröffentlichen – ansonsten wird man mich anzweifeln.
Oder für verrückt erklären. 
Nun, das kann ich durchaus verstehen – auch ich habe 30 Jahre gebraucht, um hinter das Geheimnis zu kommen. Es ist ein Wunder, dass ich es überhaupt soweit geschafft habe.
Aber ich habe die Wahrheit herausgefunden. 
Und ich hätte nie geglaubt, dass unser ganzes Menschsein auf einem fatalen Irrtum beruht. 
Jedes Mal, wenn ich daran denke, wird mir kotzübel. Seither schlafe ich kaum noch. Saufe literweise Bier in mich rein, habe Kopfschmerzen zum Niederknien, sehe aus wie ein Zombie. Doch blickt man mit diesem Wissen in die Welt wird einem alles klar. 
Letzte Nacht habe ich wieder am Manuskript gearbeitet – in der Hitze dieses ungemütlichen Sommers, inmitten der beschissenen Corona-Pandemie. 
Doch eines weiß ich: An Corona werden wir nicht zugrunde gehen. 
Es gibt etwas viel Schlimmeres. 
Zeit für einen Drink, sorry, aber den brauche ich jetzt. 

Vermutlich werde ich mit dem Roman nie fertig – ist vielleicht auch besser so. 
Die Welt wollte diese Geschichte schon einmal begraben.
Warum nicht ein zweites Mal?
Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Oder auch nicht. 
Cheers erstmal. 

Euer Oliver W. Schwarzmann

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Was wir von Elvis Presley lernen können

Liebe und Hingabe: Wer für seine Fans lebt

16.08.2020 – heute vor 43 Jahren starb der King of Rock’n Roll. In seinen letzten Jahren übergewichtig und medikamentenabhängig galten seine Konzerte dennoch als außergewöhnliches Erlebnis. Und waren stets binnen weniger Stunden ausverkauft. Elvis Presley hatte sich zuletzt nur noch auf der Bühne wohlgefühlt – und sich für seine Fans geopfert. Seine Einstellung war klar: „I don’t mind if the fans rip the shirt from my back – they put it there.“ Die offensichtliche Liebe zu seinen Fans ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des KING – Elvis war selbst als größter Superstar für alles dankbar, vergaß nie seine Wurzeln, blieb immer authentisch.

Ich glaube, die Zuneigung zu Menschen ist die wesentlichste aller Voraussetzungen für den Erfolg. Wer für seine Kunden lebt und nicht nur von ihnen, der wird das zurückbekommen. Die besten Verkäufer, die ich weltweit getroffen habe, agierten stets aus Liebe und Hingabe, nie aus Profitsucht.

Eine Frage des Stils: Ungewöhnlich sein

Auf die Frage der damaligen Mitarbeiterin von Sam Phillips, dem Besitzer des legendären Sun-Records-Studios in Memphis, antwortete der junge und noch unentdeckte Elvis: „I don’t sound like nobody“. Das machte ihn schon mal interessant. Zudem kleidete er sich auffällig – nicht um aufzufallen, sondern um sich selbst zu gefallen. Und zum Schutz für seine Schüchternheit. Sein Stil war sein Markenzeichen – und sowohl Aushängeschild als auch Rüstung. 

In den 1950er Jahren gab es viele Rock’n-Roll-Sänger. Viele sehr gute. Aber Elvis überstrahlte sie alle. Wegen seines Aussehens, wegen seiner Stimme, natürlich. Aber auch wegen seiner Bewegungen. Und eben wegen seiner Extravaganz. Er sang wie niemand anderes – und er war wie niemand anderes. Diese Unvergleichlichkeit machte ihn letztlich zur Legende – eine globale Super-Marke. Haartolle, Koteletten, Hüftschwung, Lächeln mit einseitig hochgezogener Lippe, weißer Superman-Anzug oder eine goldene Brille – bereits eine schemenhafte Andeutung dieser Merkmale reicht, um Elvis zu erkennen. Der King arbeitete ein Leben lang an seinem Stil, erfand sich immer wieder neu, initiierte eigene Trends. Zeichen setzen – das macht eine Ikone aus.

Eigene Gefühle zeigen: Nähe vermitteln

Zeitgenössische Fans erzählen übereinstimmend: Elvis erzeugte größtmögliche Nähe. Er blickte in die Menschenmenge so, als würde er jeden einzelnen anschauen. Und er sang so, als würde er für jeden einzelnen singen. Jeder Fan fühlte sich persönlich angesprochen, was mit dem Satz „He looked at me“ zum geflügelten Wort wurde. Tom Jones, Elvis-Freund und selbst Legende, sagte: „Jeder spürte seine Wärme.“ Weil er gab, was er hatte. Jedem. Er machte keine Unterschiede. Elvis kannte nur Musikfans, keine Zielgruppe. „Wenn Du nicht bereit bist, für jeden zu singen, wirst du niemanden erreichen“, heißt es in einem Film über ihn. Elvis machte auch das banalste Film-Liedchen zu einem Elvis-Song. Denn er war bereit, seine ganzen Gefühle einzubringen.

Fazit: Die KING-Strategie

Seit meinem 12. Lebensjahr bin ich Elvis-Fan. Also schon eine sehr, sehr lange Zeit. Elvis wurde so zu einem Maßstab in meinem Leben. Er lehrte mich das Wesentlichste: „Sei immer mit ganzem Herzen dabei. Egal, was du tust. Und mache nie etwas, an das du nicht glaubst.“ Nur mit dieser Einstellung konnte ich vom Banker zum Poeten werden. Was können wir vom KING noch lernen? Vieles, wie: Klinge wie niemand anderes, präge deinen eigenen Stil, erfinde dich stets neu, laufe keinem Trend hinterher, vergiss Zielgruppen, liebe jeden deiner Fans – sprich: deine Kunden. Kämpfe nicht gegen deine Konkurrenz, es gibt genügend Platz für alle. Und: Sei bereit, alles zu geben. Auch auf die Gefahr hin, dass du dich opferst. Das ist der Preis für Unsterblichkeit. 

Oliver W. Schwarzmann

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Was macht eigentlich ein Wirtschaftsdichter?

Kommunikation – die richtigen Worte finden

Worte sind die Bausteine der Kommunikation und Kommunikation ist der Baustein unserer Zivilisation. Und unserer Wirtschaftswelt. Ohne Kommunikation geht gar nichts. Gerade weil Kommunikation so elementar ist, ist sie so schwierig. Denn Worte vermitteln nicht nur Inhalt, sondern Emotionen. Und es ist die Emotion, die über den Inhalt entscheidet. Wer kommuniziert, vermittelt Wirkung. Und auf die kommt es an.

Worte schaffen Aufmerksamkeit und Interesse, Worte erzeugen Wirklichkeit, sie informieren, vermitteln und überzeugen, sie schaffen Verständnis. Und ja, sie manipulieren und verletzen auch. Kurz: Worte entscheiden über Erfolg oder Misserfolg.

Was ist mit Taten?

Natürlich, Taten sind wichtig, aber sie selbst sind es nicht, die die größte Wirkung erzeugen. Sondern es sind die Worte, die über die Taten gemacht werden, die ihnen ihre Bedeutung verleihen. Alle großen Halden hatten daher stets ihre Schreiber mit dabei, die anschließend über die Abenteuer berichteten. Kluge Helden waren ebenso Kommunikations-Helden. Das hat sich bis heute erhalten: Unternehmen und Politik nutzen gezieltes Framing in Form von Marketing und Propaganda, um bei Kunden und Wählern gut dazustehen.

Kluge Framer erschaffen eine Realität. Eine Realität, die den Empfängern einleuchtet. Die sie anzieht, und in der sie sich zugehörig fühlen können. Denn das Hirn sucht nicht nach Wahrheit, sondern nach Plausibilität und Vertrautheit. Selbstverständlich sollte man stets meinen und tun, was man sagt, aber das ist nicht das Entscheidende – entscheidend ist, dass das Gesagte glaubwürdig wirkt. Und den Empfänger einbezieht.

Und ein Wirtschaftsdichter?

Ich werde oft gefragt, was einen Wirtschaftsdichter von einem herkömmlichen Texter unterscheidet. Die Antwort liegt nicht in der Berufung, denn alle, die schreiben, fühlen sich berufen. Und glauben an ihr Talent. Ein Unterschied liegt für mich auch nicht darin, dass die Worte des Dichters nicht verkaufen, sondern inspirieren wollen. Was nämlich nachweislich am besten verkauft. Nein, ich denke, der wahre Unterschied liegt in der Sicht auf die Dinge. Ich wurde vom Banker zum Poeten – weil ich spürte, dass ich anders auf die Welt blicke als eben andere. Bei mir geht es ebenso um die großen Gefühle, um die Wirkung von Worten – aber im Mittelpunkt steht der ungewöhnliche Blick. Der allem einen besonderen Sinn verleiht.

Ich dichte für die Wirtschaft. Am liebsten mit Gedankensprüchen, die ich für Unternehmen, Städte, Einrichtungen, Marken, Produkte, Anlässe, usw. entsprechend entwerfe. Und dabei muss jeder Satz nicht nur berühren und die höchste emotionale und inspirierende Wirkung besitzen, nein, er muss vor allem eine tiefe Einsicht vermitteln. Dann erreicht er auch das Innerste. Und nur dort erfährt er die höchste Anerkennung.

Oliver W. Schwarzmann

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Vom Umstand andauernden Pechs

Glück oder Pech – was soll das?

Natürlich erzähle ich stets von dem einen Satz, den ich vor 30 Jahren geprägt habe: „Es gibt weder Glück noch Pech. Es gibt nur Gegebenheiten. Und die Art und Weise, wie man mit ihnen umgeht.“
Klar, so ein Ausspruch bleibt an einem kleben, er verfolgt einen. Die Motivationsgilde jubelt bei dem Statement, ist es doch Wasser auf ihre Mühlen, mit denen sie den Alltagsverlierern Glauben machen will, sie hätten ihr Schicksal selbst in der Hand.
ABER: Ich glaube nicht mehr an die ICH-Nummer.    
Ich weiß auch nicht, ob ich an einen Gott glauben soll, ob er existiert oder nicht, ich weiß es echt
nicht, aber den Teufel, ja, den gibt es. Ganz sicher. Der steckt nicht nur im Detail, sondern in so manchem Menschen. 
Zudem glaube ich an das Pech. 
Ja, das gibt es wirklich.
ABER: Es trifft nicht jeden.

Pechvögel haben keine Flügel

Es finden sich tatsächlich Glückpilze. Bei denen alles läuft. Sie kriegen vom Schicksal Geschenke.
Einfach so. Sie haben es sich nicht einmal verdient.
Und es existieren Pechvögel. Richtige arme Schlucker, die stets den schwarzen Peter haben. 
Warum, weiß ich nicht.
Gäbe es einen Gott, müsste man fragen, wieso er die auf dem Kieker hat. 
Klar, jeder erlebt mal Mist.
Und an Katastrophen gemessen, wirkt das eigene Dasein gleich wie ein harmonisches Lustspiel.  
„Frei von Unglück ist niemand“, schreibt Sophokles. 
Und Honorè de Balzac meint: „Auf Erden ist einzig das Unglück vollkommen.“
Also kein Leben ohne Leid? Ohne Unglück? Ohne Pech?
Ist Ungleichheit etwa ein Prinzip der Existenz?

Wir sind doch Blumen

Ungleichheit wird in einer Welt, in der es eine Norm gibt, zwangsläufig zu Ungerechtigkeit. 
Sobald wir vergleichen können, erkennen wir unseren Unterschied, am schnellsten wird uns der Mangel bewusst. Wir sind geborene Neider, wollen stets das, was der andere hat. 
Aber das kommt nicht von ungefähr: Die Menschheitsgeschichte ist geprägt von Privilegierten und Nicht-Privilegierten. Daran hat sich nichts geändert, nur die Formen des Unterschieds sind andere geworden. 
Man könnte den Menschen doch als Blume sehen – auf die Welt gekommen, um zu wachsen, zu gedeihen und zu blühen. 
Den Traum hatte ich schon als Kind. Und dieser als Aufsatz einmal niedergeschrieben wurde von meiner Lehrerin mit einem Wort kommentiert: „weltfremd“. Tja. 
Heißt: Akzeptiere, dass es eben nicht rund läuft auf der Erdkugel.  

Was also tun? 

Mir wird in den letzten Jahren bewusst, welcher Kleinkrieg mich in die Knie zwingen will.
Und wenn ich mein Leben so betrachte, ist eine Menge schief gelaufen. 
Das Schicksal ist tatsächlich ein mieser Verräter.
Befürchtungen treten ein, Hoffnungen nicht.
Stets war ich zur falschen Zeit am falschen Ort. Und habe die Gabe, wenn ich es gut meine,
alles zu versauen. 
Loslassen kann ich nicht, ein Stoiker werden auch nicht. Mir einreden, anderen geht’s genauso,
macht es nicht besser. Und das Leben als Leidensweg anzunehmen, nur um den Tod als Erlösung
zu begreifen, vor dem ich keine Angst zu haben brauche, ist ein Armutszeugnis.
Alkohol hilft in Maßen, im Übermaß bekomme ich einen miesen Kater. 
Bierflaschen sind eben keine Wunderlampen. 
Sich als Opfer empfinden und einen Schuldigen auszumachen, ist einfach, ich weiß, aber das 
braucht es ab und zu. 
Denn sich selbst ständig als Angelpunkt aller Entwicklung zu sehen, pfff. 
Klar, jeder ist seines Glückes Schmied, heißt es, was das Leben aber zu einem echt heißen Eisen macht. 

Fazit: Wenig klappt

Gut, alles ist eine Frage der Bewertung.
Dennoch: Es gibt einfach Glückspilze und Pechvögel. Schwarz-weiß-Denke, zugegeben.
Auch das braucht es eben ab und zu. Denn stets alles zu differenzieren und nach der Erkenntnis zu suchen, die einem bestätigt, dass es manchmal gut ist, ein Verlierer zu sein, ist ein mühsames Unterfangen. Freilich, Glück ist eine Haltung, eine Einstellung.
Möchten wir aber nicht lieber das Glück als gute Fügung oder positiven Zufall erleben?
Kann nicht einmal eine Fee auftauchen, die einem Wünsche erfüllt?
Eine schöne Überraschung bietet?
Ein Happy-End?
Wenn alles für was gut ist, dann geht’s bei mir demnächst richtig bergauf.
Aber darauf vertrauen?
Manchmal habe ich den Verdacht, dass die Kunst, sich Märchen ausdenken zu können, die Realität noch bitterer erscheinen lässt.
Doch egal, was danebengeht oder nicht klappen mag, meine Träume gebe ich nicht auf.
Sie sind stärker als das Pech. 

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7 Botschaften für ein perfektes Verkaufsgespräch

1.
Einstieg: Persönlich gut vorbereitet

Klar, auf jedes Verkaufsgespräch muss man sich vorbereiten. Fachlich. Und persönlich.
Je mehr Du über den Kunden weißt, desto besser. Zeige Dein ehrliches Interesse an ihm.  

2.
Aufwärmen: Austausch gleicher Erfahrungen

Nichts sorgt schneller für Nähe und Verständnis als gleiche Erfahrungen.
Egal, ob Interessen, Hobbys, Gesundheit, Familie. Suche nach persönlichen Erfahrungen Deines Kunden, die Du ebenfalls kennst – vermeide aber Politik, Religion und Sport. Wichtig: Deine Erfahrungen müssen authentisch sein.
Nur Mitreden wollen, geht nicht. 

3.
Stil: Keine Floskeln, keine Komplimente

Verkaufsgespräche wirken oft schematisch, wie auswendig gelernt. Das sind keine Verkaufsgespräche, sondern Monologe. Ein Gespräch muss lebendig sein, sich entwickeln.
Vermeide auch Komplimente – sage lieber, wie etwas auf Dich wirkt. Vertritt dabei stets Deine eigene Meinung. Kunden haben die Nase voll von Honig-ums-Maul-Schmierern, Arschkriechern und
Ja-Sagern.

4.
Einwände: Keine Konter, keine Gegenargumente 

Kunden haben Einwände. Gut. Komme ihnen aber nicht mit Entkräftigungen und Gegenargumenten. Niemand mag Widerspruch. Besser: Kontere stets mit einer Idee. Kunden folgen lieber neuen Ideen als Gegenargumenten. 
Ideen machen Dich innovativ und interessant, besitzen eine hohe Überzeugungskraft. 
Und der Kunde verliert nicht sein Gesicht. 

5.
Argumente: Wecke Begierden

Warum verkauft Sex so gut?
Klar, es geht dabei um Fantasien und Sehnsüchte.
Dasselbe gilt für jede/s andere Dienstleistung/ Produkt auch. 
Verkaufen heißt heute, den Kunden kaufen lassen wollen. 

6.
Preis: Nicht verhandeln

Der Preis, den der Kunde zu zahlen bereit ist, wird spätestens bei Punkt 5 entschieden.
Will er das haben, was Du verkaufst, kannst Du im Prinzip alles fordern.
Hat der Kunde den Wert Deiner Leistung nicht begriffen, wirst Du bluten müssen.
Der Fehler liegt aber in diesem Fall bei Dir. 
Ansonsten: Sage offen, welchen Spielraum Du hast – ohne Spielchen zu treiben.
Du sitzt mit dem Kunden nicht im Sandkasten.
Zudem kannst Du den einen oder anderen Preis-Kunden am eigenen Ego packen, indem Du
seine Finanzkraft anzweifelst und ihm Hilfe anbietest. Wirkt oft Wunder.        

7.
Abschied: Wichtiger als die Begrüßung

Nicht nur der erste Eindruck zählt. Charakter und Stil eines Menschen erkennt man daran,
wie er sich verabschiedet.
Der Abschied ist das, was beim Kunden im Kopf bleibt.
Setze hier einen wichtigen, persönlichen Schlusspunkt – aber bitte keine Versprechungen.
Besser: Wiederhole eine Aussage des Kunden, die Dich (wirklich!) beeindruckt hat. 
Oder verabschiede Dich mit einem Zitat.   

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6 Gründe, warum Du mit Kundenorientierung nichts erreichst

1.
Der Kunde will sich nichts mehr verkaufen lassen

Schon lange nicht mehr. Werbung, Akquise und Verkaufsofferten nerven ihn.
Deshalb nimmt er sie schon gar nicht mehr wahr.
Du kannst Dich noch so intensiv auf Deinen Kunden orientieren – wenn der Kunde sich nicht an Dir orientiert, hast Du verloren.

2.
Jeder will was vom Kunden

In überfüllten Märkten, ist Massen-Konkurrenz.
Ständig taucht einer auf, der verspricht, es besser, billiger und schneller zu machen.
Ergo: Viele buhlen um die Gunst von wenigen.
Und erzählen alles das Gleiche.
Den Kunden interessiert das nicht mehr.

3.
Der Kunde kennt alle Versprechen

Der Kunde hört seit über 70 Jahren, wie wichtig er ist.
Er kennt alle Versprechen und Verheißungen, traut auch keiner Werbung mehr.
Dass alle kundenorientiert sind, ist für den Kunden nichts Neues, er setzt das voraus.
Mit Kundenorientierung punktest Du also nicht.

4.
Kunden besitzen mittlerweile (fast) Götterstatus 

Kein Wunder, schließlich möchte jeder mit ihnen Geschäfte machen.
Kundenorientierung ist daher leider zu oft Kundenanbiederung.
Man muss Ungeheures aufbieten, um dem Kunden etwas verkaufen zu können – bzw. von ihm überhaupt erst wahrgenommen zu werden.
Gut, das haben wir uns teilweise selbst eingebrockt.
Bei Kunden verhält es sich wie bei Kindern – man hat die, die man sich erzieht.
Bei dem ständigen „Kunde-steht-im-Mittelpunkt-Gelaber“ ist klar, dass sich Kunden überdimensional groß vorkommen.
Der Kunde ist daher extrem wählerisch.

5.
Der Kunde schielt nur nach dem Preis

Letztlich gehtz’s einfach nur ums Geld.
Der Kunde pfeift auf alle Sympathie und Beziehungsbekundungen, wenn einer kommt, der Ähnliches zu einem besseren Preis bietet.
Du als Verkäufer magst kundenrorientiert sein, der Kunde ist schlicht preisoroentiert.
Dein Engagement interessiert ihn nicht.
Der Geldbeutel ist die verletzlichste Körperstelle des Menschen.  

6.
Wer anbietet, verliert.

Eine Kundenbeziehung funktioniert nach dem gleichen Schema wie jede Beziehung.
Derjenige, der sich anbietet, verliert.
Win-Win und Augenhöhe sind ein Mythos – einer ist immer stärker.
Und das sollte der Verkäufer sein. Der Experte. Die Autorität.
Alles andere ist Qual.

Und wie ändert man das?

Indem man nichts verkauft, sondern Attraktivität, Reize und Begehrlichkeiten schafft.
Der Kunde muss kaufen wollen.
Dann ist er nicht mehr Kunde, sondern williger Anhänger.
Erfolgreiches Verkaufen ist nichts anderes als gekonntes Begierde-Marketing.

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